Anreichern von Wasser mit Wasserstoff in der Praxis

Sinn, Grundlagen, Testen käuflicher H2-Geräte  -  alternative Bauanleitungen für günstigere Alternativen

Einfluss der Handhabung auf das Messergebnis der blauen Tropfen

 

H2-Wasser gibt das gelöste H2-Gas sehr schnell wieder an die Umgebungsluft ab, weil diese ja so gut wie kein H2-Gas enthält, denn Gase haben das Bestreben, sich im Wasser und der umgebenden Atmosphäre in gleicher Konzentration zu verteilen. (Siehe hier: Gasgleichgewicht)
Besonders schnell entweicht das H2-Gas aus dem Wasser, wenn das Wasser schnellen Druckschwankungen ausgesetzt wird. Das Phänomen ist auch von Wasser mit Kohlensäure (Sprudel mit CO2-Gas) oder von Bier und Sekt jedem bekannt: Schüttelt man die Flasche vor dem Öffnen, dann spritzt es, weil die gelöste Kohlensäure durch die mechanische Druckstörung in feinste, unsichtbare Bläschen ausfällt, die dann beim Öffnen die Flüssigkeit heraus-spritzen lassen. Daher:

  • Das zu messende Wasser sehr bald nach dem Öffnen der "Booster"-Flasche entnehmen, ohne es zu stören:
  • Das Wasser sanft aus geringer Höhe in das Messgefäß schütten, oder besser es mit einer 3 oder 6 ml Einweg-Spritze unter der Wasser-Oberfläche entnehmen. Dabei die Spritze langsam aufziehen und langsam ausdrücken und dabei die Spritzen-Öffnung nahe am Boden oder der Wand des Messgefäßes halten.
  • Ist schon bekannt, wie viele Tropfen sich sicher ohne Verfärbung lösen werden, dann diese Tropfenzahl auf einmal ohne Rühren zugeben.
  • Damit sich die Tropfen im Wasser verteilen, das Gefäß sanft schwenken, oder mir einem Stäbchen langsam umrühren, ganz nach James Bond Manier:
    "... nicht geschüttelt, nur gerührt".
  • Beim Eintropfen die Pipette so halten, dass die Öffnung der Pipette nicht schräg zur Wasseroberfläche steht (das beeinflusst das Tropfen-Volumen)
  • Ganz wichtig: Die Tropfen-Flasche nach jeder Messung schnell wieder verschließen und auf Dauer dazu immer den Original-Verschluss; und nicht die ggf. mitgelieferte Pipette verwenden! 
  • Weil die Messergebnisse der Tropfen je nach Wasserqualität und Temperatur und geografischer Höhe unterschiedlich ausfallen sollten die Tropfen auf die jeweilige Situation kalibriert werden. Hier beschreibe ich wie das gemacht werden kann. Geht es nur darum zu ermitteln in welchen Wasser gleichen Ursprungs und bei gleicher Temperatur mehr oder weniger H2-Gas enthalten ist, wenn es sich also um einen relativen Vergleich handelt, kann auf die Kalibrierung verzichtet werden.
  • Noch besser erscheint es mit nicht mehr (nur) den H2-Gehalt im Wasser in ppm zu bestimmen, sondern die relative H2-Sättigung in % zu ermitteln. Wie das geht, beschreibe ich hier.